31.08.2005

Wie Salzburger Bauern existieren

Uni Salzburg: Neue kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Dissertationen zu aktuellen Themen

Bauern in Salzburg sind heute zumeist nicht nur einfach Bauern. Sie vermarkten auch ihre Produkte, betreuen Gäste und kombinieren meist eine ganze Reihe verschiedener Berufe miteinander, um ihre Existenz zu sichern. Wie das konkret im Land Salzburg aussieht hat jetzt Maria Meiberger in ihrer Dissertation in Soziologie untersucht.

Bieten Medien immer mehr Unterhaltung und immer weniger Information? Martina Alge untersuchte in ihrer kommunikationswissenschaftlichen Dissertation diese Frage am Beispiel österreichischer und deutscher TV-Boulevardmagazine. Ergebnis: der Unterhaltungsanteil steigt.  Sabine Naderer schaute sich dazu die Hauptabendnachrichten öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten in Österreich, Deutschland, der (deutschsprachigen) Schweiz, Frankreich und Italien genauer an und fand für die „Tagesshows“ einen grenzübergreifenden Trend zum „Infotainment“.


 


Ebenfalls am Salzburger – und Tiroler – Beispiel hat sich Walter Thaler angesehen, was sich in der Politik des jeweiligen Landes konkret geändert hat seitdem im Jahr 1999 das Mehrheitssystem das bis dahin geltende Proporzsystem ablöste. In seiner empirischen Untersuchung zeigt Thaler auf, welche neuen Arbeitsformen sich in den beiden Landesregierungen entwickelten, wo sich neue Konfliktfelder auftaten und inwiefern die bisherigen Salzburger und Tiroler Erfahrungen für die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark einen Anreiz bieten ebenfalls das Mehrheitssystem einzuführen.


Bieten Medien immer mehr Unterhaltung und immer weniger Information? Martina Alge untersuchte in ihrer kommunikationswissenschaftlichen Dissertation diese Frage am Beispiel österreichischer und deutscher TV-Boulevardmagazine. Ergebnis: der Unterhaltungsanteil steigt.  Sabine Naderer schaute sich dazu die Hauptabendnachrichten öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten in Österreich, Deutschland, der (deutschsprachigen) Schweiz, Frankreich und Italien genauer an und fand für die „Tagesshows“ einen grenzübergreifenden Trend zum „Infotainment“.


Wie aktuell Geschichtswissenschaft sein kann zeigt die Dissertation von Martin Mader über Pearl Harbor und Hiroshima als entscheidende Augenblicke in der U.S.-amerikanischen Erinnerung. Es handelt sich dabei um Erinnerungen mit globalen Folgen.  Weltweit sind auch die Wirkungen neuer Informations- und Kommunikationstechnologien zu spüren. Stefan Fritsch zeigt in seiner politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Dissertation auf, wie diese Technologien die herrschenden politisch-ökonomischen Systeme verändert haben und weiterhin verändern.


Angesichts solcher Veränderungen wird Wertverlust vielfach beklagt und nach verstärkter Vermittlung von Werten in der Schule gerufen. Das Unterrichtsmodell VaKE (Values and Knowledge Education) verbindet Wissen und Werte. Alfred Weinberger zeigte in seiner Dissertation am Fachbereich Erziehungswissenschaft wie das VaKE-Modell in der Hauptschule eingesetzt werden kann.  


 


Hier die Liste neuer Dissertationen, die in den letzten Monaten an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät approbiert worden sind:  


Mag. Martina Alge, „Informationsverlust in TV-Boulevardmagazinen? Eine vergleichende Analyse des Informations- bzw. Unterhaltungsanteils anhand von ‘hallo Deutschland’ (ZDF), ‘Explosiv’ (RTL), ‘25 - das Magazin’ (ORF 1) und ‘ATVplus Live’ (ATV plus)“ (GA: Prof. Dr. Hans Heinz Fabris, Prof. Dr. Rudi Renger)


Mag.art. Josef M. Ammerstorfer, „Die Entwicklung der österreichischen Automobil- und Zulieferindustrie mit besonderem Schwerpunkt auf der Zeit der Siebzigerjahre bis heute“ (GA: Prof. Dr. Christian Dirninger, Prof. Dr. Walter Scherrer)


Taher Farahat, „The Effectiveness of Web-Based Instruction Technology in Educating Teachers of Students with Special Education Needs - A Quasi-Experimental Field Study“ (GA: Prof. Dr. Hermann Astleitner, Prof. Dr. Jean-Luc Patry)


Mag. Stefan Fritsch, „Technologie und Internationale Politische Ökonomie im Zeitalter der Informationsgesellschaft. Technologie als Quelle systemischer Transformation unter besonderer Berücksichtigung der Informations- und Kommunikationstechnologien“ (GA: Prof. Dr. Anselm Skuhra, Prof. Dr. Reinhold Reith)


Mag. Edith Glatz, „Ein Psychiater als Leser von Dichtung. Das literarischer Ziel bei Erwin Ringel“ (GA: Prof. Dr. Karlheinz Rossbacher, Prof. Dr. Andreas Weiss)


Mag. Gabriele Hofer, „Lucca Chmel. Architekturfotografie 1945-1972. Zur Repräsentation österreichischer Nachkriegsmoderne im fotografischen Bild“ (GA: Prof. Dr. Manfred Wagner, Prof. Dr. Patrick Werkner)


Mag. Eva Maria Meiberger, „Erwerbskombinationen als Existenzsicherung bäuerlicher Unternehmen. Eine soziologische Untersuchung im Land Salzburg“ (GA: Prof. Dr. Brunhilde Scheuringer, Prof. Dr.h.c. Dr. Friedrich Fürstenberg)


Ahmad Omar Ahmad Mohamad, „The Effect of Computer-Assisted Instruction and Constructivist-Oriented Science Teaching on WALK, Beliefs about Science und School Science, and Attitudes Toward Computer, And a study of Construtivist-Oriented Science Teaching in den Egyptian School Environment“ (GA: Prof. Dr. Jean-Luc Patry, Doz. Dr. Herbert Schwetz)


Mag. Sabine Naderer, „Die Tagesshows. Populärer Journalismus als grenzübergreifendes Phänomen des informierenden Journalismus. Eine Standortbestimmung und ein empirischer Vergleich der Hauptabendnachrichten öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten in den Ländern Österreich, Deutschland, (deutschsprachige) Schweiz, Frankreich und Italien“ (GA: Prof. Dr. Rudi Renger, Prof. DDr. Michaela Strasser)


Mag. Heinz Niederleitner, „Geschichtswissenschaft und massenmediale Öffentlichkeit. Versuch einer Klärung der Beziehungen zweier sozialer Systeme“ (GA: Prof. Dr. Ernst Hanisch, Prof. Dr. Michael Schmolke)


Mag. Birgit Öllerer-Einböck, „The English Picaresque Tradition: Beginnings to the Eighteenth Century“ (GA: Prof. Dr. Hanna Wallinger, Prof. Dr. Holger Klein)


Mag. Martin Schatzmann, „Amor versus Eros. Reflexiones acerca del Erotismo en la Poesia de los Cancioneros Castellanos en el Siglo XVI“ (GA: Prof. Dr. Johann Pögl, Prof. Dr. Wolfgang Pöckl)


Mag. Walter Thaler, „Der Wechsel vom Proporz- zum Majorzsystem in Salzburger und Tiroler Landespolitik seit 1999. Eine empirische Untersuchung zur Evaluierung der neuen Arbeitsformen und der Konfliktfelder sowie der Akzeptanz, insbesondere im Hinblick auf Anreizeffekte für die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark“ (GA: Prof. Dr. Barbara Wicha, Prof. DDr. Michaela Strasser)


Mag. Michael Baumgartner, „Exilierte Göttinnen. Die Darstellung der weiblichen Statue in Othmar Schoecks Venus, Kurt Weills One Touch of Venus und Thea Musgraves The Voice of Ariadne“ (GA: Prof. Dr. Jürg Stenzl, Prof. Dr. Peter Revers)


Mag. Peter Emberger, „Catilina und Caesar. Ein historisch-philologischer Kommentar zu Florus (epit. 2,12-13)“ (GA: Prof. Dr. Herbert Grassl, Prof. Dr. Kurt Genser)


Mag. Martin Mader, „Pearl Harbor und Hiroshima. Entscheidende Augenblicke in der U.S.-amerikanischen Erinnerung“ (GA: Prof. Dr. Reinhold Wagnleitner, Prof. DDr. Michaela Strasser)


William Maurice Sprague, „The Lost Manuscript A 94 (‘Johanniter-Handschrift A 93’): Reconstruction and Interpretation. Meister Gotfrit von Strazburg, Mere von der Minne“ (GA: Prof. Dr. Ulrich Müller, Prof. Dr. Franz Viktor Spechtler)


Mag. Alfred Weinberger, „Wissen und Werte im Unterricht. Das Unterrichtsmodell VaKE (Values and Knowledge Education) in der Hauptschule“ (GA: Prof. Dr. Jean-Luc Patry, Prof. Dr. Franz Hofmann)


 


Bitte nützen Sie diese Informationen für Ihre Berichterstattung! Wollen Sie mehr zu einzelnen Arbeiten wissen?


Sie finden die Dissertationen in der Universitätsbibliothek Salzburg: http://www.ubs.sbg.ac.at/ .


 


 In den meisten Fällen können Sie mit den AutorInnen über die jeweiligen Gutachter in Kontakt treten. Tel.: 0662 8044 – Vermittlung, e-mail: Vorname.Name@sbg.ac.at.

Quelle: Universität Salzburg/heidegottas

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    Studienergebnisse zur Mediennutzung von Kindern und Familien während Lockdown. Homeschooling verbesserungsfähig, aber auf gutem Weg. Sekundarstufe besser profiliert. Familien haben gelernt, mit Lockdown und Homeschooling umzugehen.
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    Gewinnerin des Förderpreises der Österreichischen Geographischen Gesellschaft für die beste Abschlussarbeit 2019: Dipl. Ing.(FH) Mag. rer. nat. Heidi BERNSTEINER für ihre Diplomarbeit im LA Geographie und Wirtschaftskunde/Biologie mit dem Titel: "After the ice: post glacial evolution of small overdeepened basins in the Eastern Alps – Lake Taferlklaussee, Austria."
    Aus gegebenem Anlass weisen wir auf die aktualisierten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Salzburg hin, die ab 17. November 2020 gelten.
    Eine Studie des Schlaflabors der naturwissenschaftlichen Fakultät zum Thema Schlaf unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Schabus widmet sich den Veränderungen des Schlafes während des Covid-19-Lockdowns in 6 unterschiedlichen Ländern (Ö, AT, UK, GR, CU, BRA). Die aus psychologischer Sicht besorgniserregende Angst, die sich in der Breite der Gesellschaft zeigt, bildet sich auch in diesen Daten ab: 78% der Befragten fühlen sich durch die Covid-19-Pandemie bedroht bzw. beunruhigt.
    Online-Vorlesung zum Thema Physiologie oder Medizin: 25. November 2020 - 18 Uhr. Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2020 wird an Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus vergeben.
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    Der PLUS Report 2020 ist erschienen.
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