27.07.2018

Invitation to the Exhibition: Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische

From 31 July to 31 August, 2018, the Salzburg Literary Archive will be showing the exhibition "Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische". Outside of Vienna, this is the only ensemble of exhibitions initiated by the Ludwig Boltzmann Institute for the History and Theory of Biography titled "Das Junge Wien. Natur plus X" on the author group, Jung-Wien - Hugo von Hofmannst

Die Autoren des Jungen Wien waren von Kindheit und Jugend an gerne und oft unterwegs. Von Bad Fusch im Pinzgau aus hatte Hofmannsthal bereits 1891 die Mozart Centenarfeier in Salzburg besucht, „die Totenfeier eines Unsterblichen“, wie er kritisch bemerken sollte – und Jahre später, inspiriert von der katholisch-barocken Stadt-Kulisse, mit Max Reinhardt die Idee der Salzburger Festspiele verwirklicht. Hermann Bahr sollte die Stadt gemeinsam mit seiner Frau Anna von Mildenburg später gar zu seinem Lebensmittelpunkt machen. Die ländliche Umgebung Salzburgs bot den Jung-Wienern den idyllischen Rahmen für die Sommerfrische, die alljährliche Stadtflucht. Anfang des Sommers hatten sich die Jungautoren häufig ins Salzkammergut verabschiedet, etwa nach Ischl, Altaussee oder Strobl, wo man Wanderungen und Fahrradtouren unternahm, Lawn-Tennis spielte, Erholungsbäder nahm, sich verliebte und literarische Inspiration genoss oder vergeblich erwartete. Vor dem Hintergrund eines sich im späten 19. Jahrhundert zunehmend etablierenden Naturtourismus richtet die Ausstellung den Blick auf jene Kultur- und Erholungsräume fern der Hauptstadt.  

Nach einer kurzen Vorstellung der Protagonisten des Jungen Wien und ihren Sommerfrische-Präferenzen, einer kurzen Überblicksdarstellung der Geschichte der Sommerfrische und der Entwicklung der genannten Urlaubsorte und einem Ausblick auf weitere Sommerfrische-Destinationen wie den Semmering oder den Lido werden verschiedene Aspekte der Urlaubskultur näher beleuchtet: die veränderte Natur- und Landschaftserfahrung um 1900, das Gesellschaftsleben und die Kontaktsphären zwischen Gästen und Einheimischen, Liebe und Liebeleien, für die hier eine idyllische Kulisse geboten war. Das manchmal mehr, manchmal weniger ergiebige schriftstellerische Schaffen im grünen Rahmen ist ebenso Thema wie die Idealisierung der beschaulichen Sommerfrische-Behaglichkeit als Gegenentwurf zum modernisierten und technisierten weltstädtischen Wien.

Die Kuratoren der Ausstellung sind Martin Huber (LAS) und David Österle (Ludwig Boltzmann Institut), die künstlerische Gestaltung liegt bei Gerhard Spring und Gerold Tagwerker. Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Begleitbroschüre.

Ausstellungsort: Literaturarchiv Salzburg, Residenzplatz 9/2 (Zugang Kapitelgasse 5–7), 5020 Salzburg Tel.: 0662 8044 4910, E-Mail:literaturarchiv@sbg.ac.at

Öffnungszeiten: 31. Juli bis 31. August 2018; Mo–Fr: 10–18 Uhr; Sa, So, Feiertag: 13–18 Uhr; Eintritt frei

Eröffnung: 30. Juli 2018, 19 Uhr Max Gandolph Bibliothek, Kapitelgasse 5–7

Grußworte: Rektor Heinrich Schmidinger (Universität Salzburg)

Vorstellung der Ausstellung durch die Kuratoren

Lesung: Werner Friedl; im Gespräch: Norbert Christian Wolf

Moderation: Manfred Mittermayer

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Buffet.

 

 

Literaturarchiv Salzburg

Tel: 0662 8044 4910

E-mail to Literaturarchiv Salzburg

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