25.11.2020

Studie zu Kindern im Lockdown: Homeschooling, Internet und Smartphone

Studienergebnisse zur Mediennutzung von Kindern und Familien während Lockdown. Homeschooling verbesserungsfähig, aber auf gutem Weg. Sekundarstufe besser profiliert. Familien haben gelernt, mit Lockdown und Homeschooling umzugehen.

Die Ergebnisse der Studie „Kids Digital Lives in Covid Times“ zeigen, dass Homeschooling im ersten Lockdown insgesamt bereits gut funktioniert hat: Eltern und Kinder sind entsprechend ausgestattet und konnten im Frühjahr ihre digitalen Kompetenzen wesentlich verbessern. Bei der Nutzung von Arbeitstools auf Computer, Laptop, Smartphone zeigte sich allerdings auch rasch eine Müdigkeit und Ernüchterung bei der Nutzung.

Gerade im Primarbereich haben sich Kinder einen stärkeren Einsatz digitaler Medien, etwa Videokonferenzen oder Online-Lehre gewünscht, da dies hier kaum vorkam. Die älteren Schülerinnen und Schüler (ab 10) hatten häufiger Kontakt mit den Lehrpersonen. Das Arbeitspensum wird von den meisten als zu hoch angesehen. In den Interviews wurde deutlich, dass sich Schülerinnen und Schüler ein einheitliches Vorgehen sowie einheitliche Software bzw. Plattformen für die Schule wünschen und nicht je nach Lehrerin oder Lehrer unterschiedliche. Auch die Kommunikation sollte vereinheitlicht werden, wie es im aktuellen Lockdown in vielen Schulen bereits geschehen ist. Insgesamt ergaben sich nur wenige Probleme mit der Schule oder in der Familie, da die Familien Möglichkeiten gefunden haben, Homeschooling und gemeinsame Zeit in der Familie zu vereinbaren. Angespannt war die Situation, wenn beide Elternteile im Homeoffice waren, was einen strengen Tagesablauf gefordert hat und für Eltern und Kinder gleichermaßen Stress ausgelöst hat.

Im Rahmen der internationalen Studie „Kids Digital Lives in Covid Times“, die vom Joint Research Center der Europäischen Kommission koordiniert wird, wurde in mehreren europäischen Ländern die Mediennutzung während des ersten Lockdowns erforscht. Es gibt eine Interviewstudie mit den 6-12 Jährigen, sowie eine Repräsentativbefragung mit den 10-18 Jährigen. Für Österreich waren an dem Projekt Sascha Trültzsch-Wijnen von der Universität Salzburg sowie Christine W. Trültzsch-Wijnen von der PH Salzburg beteiligt, das Projekt wurde vom BMBWF gefördert. Es liegen nun nationale und internationale Bericht mit Ergebnissen vor.

Berichte, auch mit Kurzzusammenfassungen, auf: https://kowi.uni-salzburg.at/covid19familien

Kontakt:

Sascha Trültzsch-Wijnen
sascha.trueltzsch-wijnen(at)sbg.ac.at; Mobil: 0664 73449158

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