01.10.2016

17.11.: Vortrag „Ist Leben konstruierbar?“

In der öffentlichen Lise-Meitner-Lecture spricht die Physikerin Prof. Petra Schwille vom Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, am 17.11. um 18 Uhr im AudiMax zum Thema „Ist Leben konstruierbar ?“

Obwohl uns die modernen Lebenswissenschaften und mit ihr die Biophysik täglich neue Informationen über die Moleküle und Wechselwirkungen liefern, die belebte Systeme ausmachen, können wir bis heute nicht sagen, mit welchen definierbaren Bestandteilen oder Eigenschaften die unbelebte Natur endet und die belebte beginnt.

Einig ist man sich lediglich über den enormen Komplexitätsgrad des Lebens, der den anorganischer Systeme bei weitem übersteigt. Liegt der Schlüssel also in der Komplexität allein? Aber die Komplexität resultiert aus der fortwährenden Evolution, und die ersten Zellen, vor etwa 3 Milliarden Jahren, waren mutmaßlich sehr viel weniger komplex als selbst die einfachsten heutigen Organismen. Und so hoffnungslos ein Versuch wäre, „moderne“ Zellen aus ihren Bestandteilen nachzubauen - die Konzeption einer „Urzelle“ mit einem Minimum an Bauteilen und Funktionselementen scheint immerhin möglich, schließlich hat sie auch die Natur irgendwann hervorgebracht.

Unser Ziel im Rahmen der Synthetischen Biologie ist es, lebende Systeme systematisch auf möglichst wenige fundamentale Funktionselemente herunter zu brechen, so dass diese Teilsysteme im Gegensatz zu den „natürlichen“ Zellen überschaubar und in Gänze verstehbar sind. Hierbei sollen zunächst verschiedene essentielle Eigenschaften lebender Systeme, wie z.B. die Selbstreplikation, mit möglichst wenigen biologischen Funktionsmodulen wie Proteinen, Nukleinsäuren und Lipiden nachgebaut und quantitativ analysiert werden. Anhand des bakteriellen Zellteilungsapparats aus E.coli werde ich zeigen, dass wesentliche Selbstorganisations- und Musterbildungsphänomene am Beginn der Zellteilung mit verblüffend wenigen Komponenten im Reagenzglas reproduziert werden können.  

Details zu den Lise-Meitner-Lectures: hier

Details zu Frau Prof. Petra Schwille: hier 

Details zu ihrem Vortrag „Ist Leben konstruierbar?“: Video, aufgenommen im März 2016 bei der DPG-Tagung in Regensburg .  

Am Donnerstag, 17.11.2016, besteht zwischen 14.30 und 17 Uhr die Möglichkeit, im Hörsaal C3006, 3. Stock, oder im Mensabereich mit Frau Prof. Schwille persönliche Gespräche zu führen zur Thematik Wissenschaft, Karriere, Familie, Vereinbarkeit dieser Aspekte, usw. 

"Role-Models"-Posterausstellung im Foyer der NAWI
„Lise Meitner und 'ihre Töchter': Physikerinnen stellen sich vor“: Infos hier

Von Mittwoch, den 16. November, bis Samstag, den 19. November 2016, zeigt eine Ausstellung auf 20 Postern die Biographien von herausragenden Physikerinnen. Der Titel ist "Lise Meitners Töchter - Physikerinnen stellen sich vor". Die Ausstellung im Foyer der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg möchte Frauen dazu ermuntern, einen Beruf im Bereich der Naturwissenschaften zu ergreifen. Der Eintritt ist frei.

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

 

Dipl.-Ing. Dr. techn. Maurizio MUSSO, Univ.-Prof.

Fachbereich Chemie und Physik der Materialien

Universität Salzburg

Hellbrunnerstrasse 34

Tel: 0662 8044 5525

E-Mail an Dipl.-Ing. Dr. techn. Maurizio MUSSO, Univ.-Prof.

  • ENGLISH English
  • News
    Am 24. Januar ist österreichweit der "Tag der Elementarbildung" und vielerorts machen Initiativen auf sich aufmerksam.
    Bekenntnis zu Väterkarenz: Uni Salzburg nimmt teil am österreichweiten Aktionstag von UniKid-UniCare. Vier Väter zeichnen im Kurzfilm „Papa mit Kind zu Hause?“ ein Stimmungsbild und geben Einblick in persönliche Erfahrungen.
    Das Team des Kooperationsschwerpunktes Wissenschaft und Kunst an der Universität Salzburg und am Mozarteum lädt zu den beiden Veranstaltungen ein.
    "Der Weg aus der Armut ist der Schulweg." Die Universitätsbibliothek Salzburg unterstützt ein Schulprojekt von EcoHimal in Nepal.
    Der Vortrag verfolgt die Rezeption konfuzianischen Denkens in der klassischen deutschen Philosophie von Leibniz und Wolff über Herder zu Hegel und Schelling.
    Die Anglistikprofessorin Simone Pfenninger von der Universität Salzburg hat in ihrer Langzeitstudie gezeigt, dass ein früher Fremdsprachenunterricht - so wie er derzeit in Europa durchgeführt wird - kaum Vorteile bringt. Für ihre Forschungen über die Rolle des Alters zu Lernbeginn einer Fremdsprache wird Pfenninger nun mit dem renommierten Preis der Conrad-Ferdinand-Meyer-Stiftung ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 19. Jänner 2018 in Zürich statt. Die Preissumme beträgt 20.000 Franken.
    Anfang Dezember wurde die Preisgeldurkunde über 3000 Euro an Dr. Göttig zugestellt, mit denen der Promotion Prize Award dotiert ist. Der Preis wurde für langjährige erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der medizinisch und biochemisch wichtigen Gewebekallikreine (KLK-Proteasen) des Menschen verliehen.
    Stefanie Manhart und Martin Happ wurden kürzlich mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgezeichnet. Prämiert wurden die besten Diplom- und Masterarbeiten des Studienjahres 2016/17.
  • Veranstaltungen
  • 23.01.18 Elisa Tizzoni PhD - The breakthrough of tourism in a rurbanised area: territorial change and conflicts in Val di Magra (1945-1975).
    24.01.18 "Go International" - Praktikum im Ausland
    25.01.18 Some applications of number theory
  • Uni-Shop
  • PRESSE
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg