11.04.2019

16.5.: Carbon Metrics and the financialization of nature: a critique from the South

Ringvorlesung "Antworten auf den Klimawandel": Vortrag von Camila Moreno, Federal Rural University of Rio de Janeiro, am Donnerstag, 16.5 um 18:30 Uhr UniPark Salzburg

Um Treibhausgasemissionen zu vermeiden, die durch Entwaldung ausgelöst werden, ist im Rahmen der internationalen Klimapolitik in den 2000er Jahren ein internationaler Mechanismus geschaffen worden: REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation, and the Role of Conservation, Sustainable Management of Forests and Enhancement of Forest Carbon Stocks in Developing Countries) soll durch Finanztransfers aus dem globalen Norden in den Süden Anreize für den Waldschutz schaffen.

Zunehmende Konflikte bei der Nutzung von Wäldern und Agrarflächen für Klimaschutzmaßnahmen, die bisher der Ernährungssicherung dienten, sind jedoch absehbar. Die stark emitierenden Industrieländer werden weiter die Strategie einer massiven Aufforstung im Globalen Süden favorisieren, um Kohlenstoffsenken für die hohen Emissionen des Globalen Nordens zu schaffen, und auch den großflächigen Anbau von Agrartreibstoffen fördern.

Camila Moreno ist eine Wissenschaftlerin, Autorin und Aktivistin. Sie hält einen Doktortitel in Soziologie der Rural University of Rio de Janeiro (UFRRJ/CPDA) und weitere Abschlüsse in Philosophie und Rechtswissenschaften. Ihre hauptsächlichen Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die kritische Auseinandersetzung mit Globalisierung im Zusammenhang mit der kolonialistischen Struktur globaler Wissenssysteme. Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit Umweltproblemen in Brasilien und Lateinamerika, wobei sie den Entwicklungsdiskurs aus einer polit-ökologischen Perspektive betrachtet.  

Als Repräsentantin einer breiten zivilgesellschaftlichen Koalition war sie Mitglied der brasilianischen Delegation in den globalen Klimaverhandlungen seit 2008. Sie verfolgt die Entwicklung der brasilianischen Klimapolitik und arbeitet intensiv an den Schnittstellen zwischen grünem Kapitalismus und neoliberaler Klimapolitik. Dabei betrachtet sie insbesondere territorial auftretende Formen von Landgrabbing sowie Systeme des Emissionshandels und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen. Zu diesen Themen hat sie die Bücher „Carbon Metrics: Global Abstractions and Ecological Epistemicide“ (erschienen 2015 auf Englisch, 2016 auf Spanisch und Portugiesisch) und „Carbon Metrics and the new colonial equations“ (erschienen 2018 auf Portugiesisch) verfasst. Darüber hinaus beschreibt sie die neu entstehenden Hegemonien in Süd-Süd-Beziehungen in ihrem Buch „Brazil made in China“ (erschienen 2015 auf Portugiesisch).

Der Vortrag findet im Hörsaal E.004 (HS Anna Bahr-Mildenburg), UniPark Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1 statt. 

Beate Wernegger

Studiensekretariat Geographie/Global Studies

FB Geographie und Geologie

5020 Salzburg, Hellbrunnerstr. 34

Tel: +43 662 8044 5217

E-Mail an Beate Wernegger

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