21.10.2005

Begegnungen eines Philologen mit Kaiser Marc Aurel – Abschiedsvorlesung von Joachim Dalfen

„Tritt ab ruhig und heiter, denn auch der, der dich abberuft ist ruhig und heiter.“ Mit diesen Worten aus den philosophischen Aufzeichnungen des römischen Kaisers Marc Aurel verabschiedete sich Joachim Dalfen, Universitätsprofessor für Klassische Philologie an der Universität Salzburg nach 34jähriger Lehr- und Forschungstätigkeit.

 

Joachim Dalfen wurde am 4. November 1936 in Hindenburg in Oberschlesien, dem heutigen Zabrze in Polen, geboren. Er studierte Klassische Philologie, Geschichte und Germanistik in München, wo er 1962 das Staatsexamen ablegte. Die Promotion erfolgte 1966 mit dem Thema „Formgeschichtliche Untersuchungen zu den Selbstbetrachtungen Marc Aurels“. Habilitiert wurde er von der Philosophischen Fakultät der Universität Salzburg 1971. Seine Habilitationsschrift Polis und Poiesis. Die Auseinandersetzung mit der Dichtung bei Platon und seinen Zeitgenossen erschien 1974 in München. 1972 wurde Joachim Dalfen zum ordentlichen Universitätsprofessor für Klassische Philologie an der Universität Salzburg ernannt, wo er bis heute wirkt. Von 1981-1983 war er Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, von 1985-1987 Rektor der Universität Salzburg. Er ist Leiter des Schwerpunktbereiches Gräzistik am Institut für Klassische Philologie, das er mehrfach auch als Vorstand leitete. Joachim Dalfen ist korrespondierendes Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Kraków und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, wo er derzeit die Kommission Antike Literatur und lateinische Tradition leitet.


Rektor Heinrich Schmidinger würdigte Dalfen als einen, der sein Fach herausragend vertreten habe. Wissenschaft so der Rektor, brauche Bewährtes und Traditionelles, aber auch Neues. Für eine Nachfolge des Lehrstuhls von Professor Dalfen wird gesorgt. Der Lehrstuhl für Gräzistik werde demnächst ausgeschrieben, kündigte Altertumswissenschafter Gerhard Petersmann in seinen Grußworten an. Dies sei ein wichtiges Zeichen an die Kulturwissenschaften insgesamt, so Petersmann. Dalfens literarisches Werk habe sehr viel internationale Anerkennung gefunden, betonte Dekan Florens Felten, worauf etwa seine Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften in Polen und Wien hinweise. 

dalfen2_ico[7235][1].jpg


 


Joachim Dalfen wurde am 4. November 1936 in Hindenburg in Oberschlesien, dem heutigen Zabrze in Polen, geboren. Er studierte Klassische Philologie, Geschichte und Germanistik in München, wo er 1962 das Staatsexamen ablegte. Die Promotion erfolgte 1966 mit dem Thema „Formgeschichtliche Untersuchungen zu den Selbstbetrachtungen Marc Aurels“. Habilitiert wurde er von der Philosophischen Fakultät der Universität Salzburg 1971. Seine Habilitationsschrift Polis und Poiesis. Die Auseinandersetzung mit der Dichtung bei Platon und seinen Zeitgenossen erschien 1974 in München. 1972 wurde Joachim Dalfen zum ordentlichen Universitätsprofessor für Klassische Philologie an der Universität Salzburg ernannt, wo er bis heute wirkt. Von 1981-1983 war er Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, von 1985-1987 Rektor der Universität Salzburg. Er ist Leiter des Schwerpunktbereiches Gräzistik am Institut für Klassische Philologie, das er mehrfach auch als Vorstand leitete. Joachim Dalfen ist korrespondierendes Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Kraków und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, wo er derzeit die Kommission Antike Literatur und lateinische Tradition leitet.


 


Die Forschungsschwerpunkte Joachim Dalfens liegen im Bereich der Platon- und Marc Aurel-Forschung. Die Textedition Marcus Aurelius, Ad se ipsum libri XII in der Bibliotheca Teubneriana, Leipzig 1972, 2. Auflage 1987 erschienen ist nach wie vor führende Textausgabe. In einer Fülle kleinerer Arbeiten hat Joachim Dalfen darüber hinaus zu mannigfachen Themen und Problemen der alteuropäischen Literatur und Kultur Stellung genommen, insbesondere der griechischen Tragödie und Philosophie, aber auch zu lateinischen Autoren wie Cicero und Caesar. In letzter Zeit wendet sich das Interesse Dalfens verstärkt dem Phänomen der Gegenwärtigkeit antiker Mythen in moderner Literatur und Kunst zu und in einer Anzahl von Arbeiten hat er wichtige Beiträge zur Rezeption antiker Literatur in der Moderne geliefert. Zudem gehört Joachim Dalfens große Aufmerksamkeit den Bildungsdiskussionen der Gegenwart, der umstrittenen und viel diskutierten Situation der alten europäischen Basissprachen Griechisch und Latein im Curriculum der Höheren Schulen.

Quelle: Universität Salzburg/Gap

  • ENGLISH English
  • News
    Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Change- Nachrichten im Kontext von Politik, Wirtschaft und Technik“ unter der Leitung von Josef Trappel und Stefan Gadringer findet am Montag, den 25.01.2021 um 18 Uhr, die Online-Veranstaltung "Infizierte Demokratie" statt.
    Herausforderungen gibt es im elementarpädagogischen Alltag zahlreiche, nicht nur in Coronazeiten. Die Kunst liegt im konstruktiven Umgang mit anspruchsvollen Situationen. Dem Thema „Lösungsorientiert mit Herausforderungen – kompetent und sicher – umgehen“ widmet sich der vierte Tag der Elementarbildung in Salzburg 22.01.2021, der aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen in digitaler Form stattfinden wird.
    Mit dem PLUS Talk wurde bereits 2020 ein neues Kommunikationsformat der Paris Lodron Universität Salzburg eingeführt. Im Rahmen dieses Formats treten Mitglieder des Rektorats zu bestimmten Schwerpunktthemen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PLUS, Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern der Öffentlichkeit in Diskurs. Die Diskussionen finden LIVE statt und bieten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, zu aktuellen Themen Fragen zu stellen.
    Am Mittwoch, den 17. März 2021 veranstaltet die PLUS einen virtuellen Tag der offenen Tür und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen herzlich ein. Alle Informationen dazu finden sich online unter www.uni-salzburg.at/openday.
    Nach Austausch mit dem Ministerium und in intensiver Beratung mit den Dekanen hat das Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg entschieden Prüfungen derzeit grundsätzlich nur mehr online durchzuführen. Dazu gelten folgende Punkte:
    Dialog und Befreiung in einer digitalen Zukunft - Ort und Zeit: Paris Lodron Universität Salzburg; 14.–16. Oktober 2021 - Ansprechpartner: markus.maier@stud.sbg.ac.at
    INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG unter der Leitung von Reinhard Heinisch, Reinhard Klaushofer, Christoph Kühberger und Margit Reiter
    10h /Online-Matinee mit Vortrag und Gespräch aus der Reihe „Artes“ mit Robert Brennan und Wolf-Dietrich Löhr.
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 27. Jänner 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 3. Februar 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Die Rechtsakademie an der Universität Salzburg bietet im Jänner 2021 drei Online-Seminare zu den Themen Update Wettbewerbsrecht (Kartellrecht und UWG) am Freitag, 15.1.2021, Update GmbH-Recht am Freitag, 22.1.2021 und Update Gewährleistungsrecht am Freitag, 29.1.2021, an.
    Hiermit möchten wir an den Call for Lectures erinnern, welcher noch bis 28.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 23.08.- 04.09.2021 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    Mit dem „Award of Excellence“ werden die besten Dissertationen eines Studienjahres an österreichischen Hochschulen ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist Marina Pagano, Mitarbeiterin des FB Romanistik und Mitglied des Doktoratskollegs "Ästhetische Kommunikation".
    Das Land Salzburg schreibt in Abstimmung mit der Paris Lodron Universität Salzburg das neue Förderprogramm Digital Humanities aus. Unterstützt werden neue, innovative Forschungsvorhaben aus dem GSK-Bereich mit interdisziplinärer Ausrichtung, die sich mit dem Einsatz digitaler Technologien auseinandersetzen.
  • Veranstaltungen
  • 21.01.21 Friderike ›Zweig‹ und weibliche Intellektualität im frühen 20. Jahrhundert
    22.01.21 Friderike ›Zweig‹ und weibliche Intellektualität im frühen 20. Jahrhundert
    22.01.21 Update GmbH-Recht
    27.01.21 Music, Entrainment and the Mind–Body Connection: Implications for Health and Physical Activity
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Impressum
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg