17.12.2003

Jahresrück- und Ausblick

Rektor Heinrich Schmidinger und sein Team zogen Bilanz über ein ereignisreiches Jahr und informierten über den neuen Organisationsplan der Paris Lodron Universität Salzburg, neue Projekte und Vorhaben sowie über das Universitätsbudget 2004.

I. Neuer Organisationsplan für die Universität Salzburg

Die Vorschläge des Rektorats zum neuen Organisationsplan der Universität Salzburg stießen in der gestrigen Sitzung des Senats auf breite Zustimmung. Nun liegt der Organisationsplan dem Universitätsrat zur Genehmigung vor und wird voraussichtlich ab 1. März 2004 in Kraft treten. „Die neuen Strukturen an der Universität Salzburg wurden von einem intensiven Diskussionsprozess, unter Einbindung aller Mitarbeiter begleitet“, betonte Rektor Heinrich Schmidinger anlässlich des Pressegespräches am 17. Dezember. Es herrsche ein gutes Zusammenspiel von Rektorat, Senat und Uni-Rat, so der Rektor.

Rektorat
Das Rektorat besteht aus dem Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, einer Vizerektorin für Internationale Beziehungen und Kommunikation, Frau Univ.-Prof. Dr. Sonja Puntscher-Riekmann, einem Vizerektor für Forschung, Univ.-Prof. Dr. Albert Duschl und einem Vizerektor für Lehre, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler. Jedes Rektoratsmitglied ist künftig für eine Fakultät zuständig, d.h. es schließt die Zielvereinbarungen mit den einzelnen Fachbereichen ab und verhandelt die dafür notwendigen jährlichen Ressourcen mit dem Rektor. Darüber hinaus übernimmt jedes Rektoratsmitglied die Zuständigkeit für einen Universitätsschwerpunkt. Unterstützt wird das Rektorat von Serviceeinrichtungen und Büros.

Leistungs- und Zielvereinbarungen
Maßgeblich sowohl für die künftige Gesamtstruktur als auch für die einzelnen Organisationseinheiten der Universität sind die ab 2006 mit dem Bund auf drei Jahre abzuschließenden Leistungsvereinbarungen sowie deren inneruniversitäre Umsetzung durch Zielvereinbarungen. Die Versorgung universitärer Einrichtungen mit Ressourcen wie Personal, Räumen und Geld wird kontinuierlich auf der Basis der Leistungs- und Zielvereinbarungen zu überprüfen sein. Auch die Frage der Neugründung, Weiterführung und Schließung von Einrichtungen der Universität kann in Zukunft nur auf dieser Grundlage verhandelt werden.

Zielvereinbarungen betreffen Forschung, Lehre und Verwaltung. „Ich erwarte mir von den Zielvereinbarungen eine Flexibilisierung und Dynamisierung der Strukturen“, betonte Rektor Schmidinger. „Darüber hinaus soll ein starker Impuls für Leistungen in allen Bereichen davon ausgehen“, so der Rektor. Eine Einrichtung, die sich engagiere und nachweislich auszeichne, werde in Hinkunft Anspruch auf eine entsprechende Berücksichtigung beim Ressourceneinsatz der Universität erheben können.

Fakultäten
Die Einteilung der Universität Salzburg in vier Fakultäten wird beibehalten, die Geisteswissenschaftliche Fakultät wird umbenannt in Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät. Die Fakultäten werden künftig in Fachbereichen zusammengefasst und sind die primären Ansprechpartner für die Zielvereinbarungen und Ressourcenverhandlungen. Fakultäten bleiben zuständig für die Lehre, die Budgets dafür werden mit den Dekanen verhandelt. Der Schwerpunkt bei den Fachbereichen liegt in der Forschung, Ressourcen dafür werden mit den Fachbereichsleitern verhandelt.

Katholisch-Theologische Fakultät:
Fachbereiche:
Philosophie
Systematische, ökumenische und interkulturelle Theologie
Bibelwissenschaft, Patristik und Kirchengeschichte
Praktische Theologie

Rechtswissenschaftliche Fakultät:
Fachbereiche:
Öffentliches Recht
Privatrecht
Arbeits- und Wirtschaftsrecht
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
Fachbereiche:
Altertumswissenschaften
Geschichts- und Politikwissenschaft
Erziehungswissenschaft und Kultursoziologie
Kommunikationswissenschaft
Linguistik
Germanistik
Romanistik
Anglistik und Amerikanistik
Kunst- und Musikwissenschaft
Philosophie

Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereiche:
Mathematik
Informatik
Scientific Computing
Organismische Biologie
Zellbiologie
Molekulare Biologie
Geographie, Geologie und Mineralogie
Psychologie

Interfakultäre Fachbereiche
Sport- und Bewegungswissenschaft/Universitätssportinstitut (USI)
Gerichtsmedizin und Forensische Neuropsychiatrie
Allgemeine Pädagogik, Fachdidaktik und Lehramt



II. Universitätsbudget 2004

Im kommenden Jahr steht der Paris Lodron Universität mit 85 Mio Euro ein wesentlich höheres Budget zur Verfügung als im abgelaufenen Jahr mit 68 Mio Euro. Das Budget 2004 enthält jedoch einige Ausgabenposten, die bisher nicht von der Universität sondern vom Bund bezahlt wurden. Unter anderem enthält das Budget 2004 die Kosten für Mieten (8,5 Mio Euro), die Einnahmen aus Studiengebühren und Pensionsbeiträge.

Budgetzahlen im Vergleich ohne die oben beschriebenen Mehrausgaben:
2002: 70, 2 Mio Euro
2003: 68,1 Mio Euro
2004: 71,9 Mio Euro

Gegenüber dem Jahr 2002 entspricht das Budget 2004 einer Steigerung von 1,9 %, gegenüber 2003 einer Steigerung von 5,6 %. Resümierend hielt Rektor Schmidinger fest, „dass 2004 für die Universität insgesamt deutlich höhere Kosten anfallen werden, sodass man von einem Nullsummenspiel“ sprechen könne. Mehrkosten fallen auch durch Pensionierungen, Berufungen und Kollektivverträge an. Die Universität erhält allerdings zusätzliche Mittel aus Stipendien für Forschung und anderes. Darüber hinaus wird der Forschungs- und Technologierat pro Jahr 10 Mio Euro ausschütten, wovon die an der Universität gesetzten Schwerpunkte profitieren werden. „Man muß anerkennen, dass das Budget höher ist als im Vorjahr“, so der Rektor und „wir werden nach wie vor sehr genau kalkulieren und sparsam sein, aber es ist ein durchaus realistisches Budget“.


III. Neue Projekte und Vorhaben

An der Universität Salzburg werden derzeit drei Bauprojekte realisiert, zwei weitere sind in Planung:

Schloß Rif - Sportwissenschaften
Das Schloß Rif wird die neue Heimstätte des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Salzburg. Es befindet sich nahe dem Sportzentrum Rif bei Hallein. Derzeit sind Adaptierungsarbeiten im Gange, die im Frühjahr 2004 abgeschlossen werden sollen. Die bislang an unterschiedlichen Orten untergebrachten Mitarbeiter des Instituts werden im Laufe des Sommersemesters 2004 das renovierte Gebäude beziehen. Das Schloß wurde vom Land Salzburg gemeinsam mit dem Bund für die Universität angekauft.

Universitätscenter ICTS
In der Sigmund-Haffner-Gasse18/Philharmonikergasse, mitten im Herzen der Salzburger Altstadt, entsteht das neue Universitätscenter ICTS (Center for Advanced Studies and Research in Information and Communication Technologies & Society). Mit 1. März 2004 soll der Betrieb des neuen ICTS-Centers mit zwei neuen Professuren und sieben wissenschaftlichen MitarbeiterInnen aufgenommen werden. Dieser neue Universitätsschwerpunkt hat sich zur Aufgabe gesetzt, die komplexen Wechselbeziehungen zwischen neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und der Gesellschaft zu erforschen.

Große Universitätsaula
Seit Oktober dieses Jahres wird die Große Universitätsaula nach den Plänen der Architekten Fonatsch und Lindinger neu gestaltet. Die Große Universitätsaula ist der größte Veranstaltungs- und Repräsentationsraum der Paris Lodron Universität Salzburg. Es handelt sich um eine Originalspielstätte Mozarts: 1767 wurde hier die erste Oper des damals elfjährigen Wolfgang Amadeus Mozart „Apollo und Hyacinthus“ uraufgeführt. Die Umbauarbeiten sollen bis 2005 abgeschlossen sein. Durch die Sanierung - behindertengerechter Ausstattung mit neuem Foyer und neuer Eingangssituation - soll die Aula vermehrt auch als Spielstätte genutzt werden.

Uni-Park
Für das Großprojekt Uni-Park Nonntal wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die 2004 einen konkreten Planungsauftrag für die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zu erstellen hat. In dieser Arbeitsgruppe nehmen Vertreter der Universität Salzburg, der Kunstuniversität Mozarteum, von Land und Stadt Salzburg sowie dem Bundesministerium für Bildung, Kunst und Kultur teil. Am Jahresende soll die BIG in der Lage sein den Uni-Park im Detail zu planen.

Forschungszentrum für Biowissenschaften und Gesundheit
Darüber hinaus ist die Universität Salzburg bemüht für das Forschungszentrum für Biowissenschaften und Gesundheit eine entsprechende Unterbringung zu finden. In Betracht kommt eine Unterbringung in Itzling oder im frei werdenden Gebäude der Akademie der Wissenschaften in der Billrothstraße.

Rektor Schmidingers besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Land Salzburg, dass die Universität in vielfältiger Hinsicht unterstützt. Besonders hob Schmidinger die Stiftungsprofessur hervor, die das Land Salzburg erstmals in Österreich allein finanziere. Darüber hinaus dankte Schmidinger der Stadt Salzburg für die nachhaltige Unterstützung beim Projekt Uni-Park.

IV. Studierendenzahlen

An der Universität Salzburg haben im laufendenen Wintersemester 2003/2004 insgesamt 11.500 Personen inskribiert. Die Gesamtzahl der Studierenden hat daher im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% zugenommen.

Quelle: Universität Salzburg/Pf



 

Quelle: Universität Salzburg/Pf

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