Aktuelles

IZMF-/IMAREAL-Tagung 2017

Von 27. bis 29. September 2017 wird in Krems die nächste internationale Tagung des IZMF/IMAREAL mit dem Titel "Medialität und Materialität 'großer Narrative': Religiöse (Re-)Formationen" stattfinden. Das Programm der Tagung ist hier abrufbar:

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Relaunch der MHDBDB

 

Am 1. Dezember 2016 startete der Relaunch der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB). In den kommenden zwei Jahren wird die Datenbank einem Redesign und einer Migration unterzogen. Zukünftig soll noch mehr Wert gelegt werden auf offene Systemstellen und die bisher schon essenzielle Open Access-Policy weiter vorangetrieben werden (Downloadbarkeit urheberrechtlich unproblematischer Texte und großzügige Datenauszüge ebenso wie eine öffentlich zugängliche IT-Dokumentation).
Die vorhandenen Texte werden in das XML-TEI-Format konvertiert. TEI (Text Encoding Initiative) stellt heute einen de facto-Standard in den Geisteswissenschaften dar und wird zur Kodierung und Auszeichnung von Texten verwendet.

Weiters wird die Oberfläche komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand der Technik und Usability gebracht. So kann die MHDBDB danach auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones genutzt werden.
Eine neue Abfragesprache wird komplexe Recherchen ermöglichen, ebenso die Verknüpfung mit externen Datenquellen (z.B. des Semantic Webswie LOD) und auch den Export der Daten in die unterschiedlichsten Formate wie z.B. PDF, TEI, LaTeX, XLS oder Graphen (zur weiteren Verarbeitung z.B. mit Gephi). 

Neue Tools, die dabei entstehen sollen, sind u.a.: Synonym-, Komposita- und Reimwörterbücher des Mittelhochdeutschen, die Abfrage eines autor- und textspezifischen Wortschatzes (Hapaxlegomena), Visualisierungsanwendungen, eine NutzerInnen-spezifische Oberfläche mit Speichermöglichkeit („myMHDBDB“), sowie ein automatischer Disambiguierer, der Mehrdeutigkeit von Wörtern auflösen können wird. Zudem wird das Begriffssystem der MHDBDB auf der Basis von Ontologien überarbeitet. Dabei werden die (meisten) bestehenden hierarchischen Relationen der Categories (Begriffsfelder) beibehalten, jedoch um zahlreiche weitere (Poly-)Hierarchien sowie standardisierte Tags erweitert und außerdem ein Netzwerk von Äquivalenzrelationen über den Wortbestand gelegt, vergleichbar mit dem nhd. Wortmaterial im lexikalisch-semantischen Netz von GermaNet. Assoziationsrelationen, die an die Vorgehensweise bekannter Onlineshops erinnern („Kunden, die sich für dieses Buch interessierten, kauften auch…“), sind ebenfalls in Arbeit. 

Vom Institut für Literaturwissenschaft sowie dem Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung an der Universität Stuttgart konnte bereits auf Basis der Texte und des Wortindexes der MHDBDB eine Trainingsdatei für einen Tree-Tagger erstellt werden. Das Trainingskorpus enthält etwa 10 Millionen tokens und repräsentiert unterschiedliche Gattungen, Epochen und Dialekte. Dieser Tree-Tagger ist nun Basis für die weitere Entwicklung des automatischen Disambiguierers der MHDBDB im Zuge des Relaunches. Details s. http://www.ims.uni-stuttgart.de/forschung/ressourcen/werkzeuge/PoS_Tag_MHG.html (Koordination Stuttgart: Prof.Dr. Manuel Braun und Dr. Nils Reiter) 

Der Relaunch der MHDBDB erfolgt unter der Leitung von: Daniel Schlager (MHDBDB-Team Salzburg). Fragen zum Relaunch können Sie direkt stellen an Daniel.schlager(at)sbg.ac.at 

Wir halten Sie über den Fortschritt auf dem Laufenden.

Erster Workshop des IZMF-Nachwuchsnetzwerks am 2. Dezember 2016

Am 2. Dezember 2016 lud das Nachwuchsnetzwerk des Interdisziplinären Zentrums für Mittelalter und Frühneuzeit (IZMF) zu einem interdisziplinären Workshop mit dem Titel „Miss a Link?“ ein. Teilgenommen haben Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen sowie DissertantInnen und ProjektmitarbeiterInnen der Universität Salzburg. Die TeilnehmerInnen stellten ihre aktuellen Projekte aus den Bereichen Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte vor und diskutierten sie mit den KollegInnen der anderen Disziplinen. Anhand praktischer Übungen wurde gemeinsam erarbeitet, wie interdisziplinäre Zugänge im Rahmen der Forschung zu Mittelalter- und Frühneuzeitthemen aussehen können und welche Herausforderungen und Vorteile diese bieten.

Simon Edlmayr und Martina Rauchenzauner (Geschichte) stellten ihre Arbeiten im Rahmen des FWF-Projektes „Regionale Tradition und Kulturtransfer in der Ernährung. Das Beispiel der Residenzstadt Salzburg 1500–1800“ vor. Miriam Landkammer (Kunstgeschichte) schilderte eindrucksvoll Möglichkeiten, die Ausstattung spätgotischer Kapellen und Kirchen mit Wandmalereien anhand bildtheoretischer Zugänge zu analysieren. André Herzog (Germanistik) präsentierte das Thema seiner Master-Arbeit, die sich mit der poetischen Funktion des Linden-Motivs in der mittelhochdeutschen Lyrik beschäftigt. Klara Lindnerova (Kunstgeschichte) gab einen Werkstattbericht zu Ihrer Dissertation zu Jan van Eycks Antikenrezeption und Magdalena Denk (Kunstgeschichte) machte die TeilnehmerInnen des Workshops mit Aspekten aus ihrer Master-Arbeit zu Blattmetallapplikationen an Altarretabeln aus der Kirchenprovinz Salzburg bekannt.

Die Vorstellungen der disziplinären Zugänge bildeten die Basis für einen abschließenden Programmpunkt des Workshops: Am „Interdisziplinären Marktplatz“ wurde ausgelotet, wo die TeilnehmerInnen Anknüpfungspunkte für künftige Disziplinen übergreifende Herangehensweisen sehen.

Isabella Nicka, Elisabeth Gruber
IMAREAL/IZMF, Universität Salzburg

1. Foto Nachwuchsnetzwerk-Workshop des IZMF (2. Dezember 2016)

2. Reihe, v. l. n. r.: André Michael Herzog, B.A., Claudia Maria Kraml, Simon Edlmayr, B.A., Klara Lindnerovâ, M.A., Magdalena Denk, B.A.; 1. Reihe, v. l. n. r.: Mag. Isabella Nicka (Leitung), Mag. Miriam Landkammer, Martina Rauchenzauner, M.A.; nicht auf dem Bild: MMag. Dr. Elisabeth Gruber (Leitung)

nachwuchsnetzwerk workshop foto 2

Beim "interdisziplinären Marktplatz" wurden potenzielle Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den unterschiedlichen Disziplinen diskutiert.

Ein neuer Name: Aus IZMS wird IZMF

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Da das IZMS, also das "Interdisziplinäre Zentrum für Mittelalterstudie", seit einiger Zeit vermehrt auch den Zeitraum der Frühen Neuzeit mit seinen Arbeiten betrachtet, soll sich dies nun auch im neuen Namen widerspiegeln: "IZMF - Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalter und Frühneuzeit" wird es von nun an heißen.

Ein bisschen wird es allerdings noch dauern, bis sich der neue Name auf der Homepage, im Logo und bei Veröffentlichungen durchsetzen wird - wir bitten daher um Geduld und sind bis dahin auch weiter unter "IZMS" zu finden!

Studienergänzung und Studienschwerpunkt "Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und früher Neuzeit"

Studienergänzung/-schwerpunkt

Seit dem Wintersemester 2014/15 ist es interessierten Studierenden möglich, LVen verschiedener Fachbereiche, die in Zusammenhang mit Mittelalter und Früher Neuzeit stehen, zu einer Studienergänzung oder einem Studienschwerpunkt zu bündeln.

Weitere Informationen erhalten Sie unter diesem Link: Studienergänzung/Studienschwerpunkt

  • News
    Der Fachbereich Erziehungswissenschaft veranstaltet die Summer School "Bildung des Subjekts" am Unipark Nonntal. Vortragende sind u.a. Winfried Böhm, Allgemeine Pädagogik, Uni Würzburg, und Michael Winkler, Allgemeine Pädagogik und Theorie der Sozialpädagogik, Uni Jena.
    Der Kunstbetrieb kommt im Sommer 2017 in Salzburg richtig in Fahrt. Während der Festspiele avanciert die Stadt fünf Wochen lang zur kulturellen Hochburg mit zahlreichen Musik- und Theaterangeboten sowie Ausstellungen.
    Die diesjährige Summerschool ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Graz, Wien und Salzburg. Auf dem Programm stehen Besuche der österreichischen UNESCO-Welterbe-Städte Salzburg, Graz und Wien. Koordinator der Uni Salzburg ist der Kommunikationswissenschaftler Kurt Luger.
    An der 18. Salzburg Summer School “European Private Law” vom 3. – 15. Juli 2017 an der Universität Salzburg unter der Leitung von Professor Michael Rainer nahmen 40 Lehrende aus Europa und rund 150 Studierende teil. Von einer anti-europäischen Stimmung war nichts zu spüren.
    Die Sommer-Uni "ditact_women’s IT" der Universität Salzburg wendet sich speziell an technisch interessierte Frauen. Sie findet vom 21. August bis 2. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg statt. Infos: http://www.ditact.ac.at.
    Einladung zur Besichtigung von Büchern, Studienpartituren, Fotos sowie Lebensdokumente u.v.m.
    Die diesjährigen Hochschulwochen (31. Juli bis 6. August) widmen sich „Öffentlichkeiten“. Programmhöhepunkte sind die Vergabe des Theologischen Preises für das Lebenswerk von Eberhard Schockenhoff am 2.8., 19.30, Aula, und ein Festakt mit dem Festredner Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa am 6.8., 10.30, Aula.
    Katharina Weiser (31), wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Verwaltungs- und Verfassungsrecht der Paris Lodron Universität Salzburg, wurde kürzlich für ihre Dissertation mit dem Preis für Föderalismus und Regionalforschung 2017 ausgezeichnet. Der Preis wurde am Sonntag, den 11. Juni, im Rahmen der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Landtage Österreichs und Südtirols gemeinsam mit dem Institut für Föderalismus in Lochau/Vorarlberg überreicht.
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