Aktuelles

Neuerscheinung ab 21.12.2017: "Kulturen des Buches in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit"

Coverfoto "Kulturen des Buches"

Kulturen des Buches in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit. Hrsg. v. Michael Brauer. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2017 (Interdisziplinäre Beiträge zu Mittelalter und Früher Neuzeit, Band 8).

Unter ‚Kulturen des Buches‘ werden die vielfältigen Manifestationen, Gebrauchssituationen und Symbolisierungen verstanden, die den Umgang mit Büchern in der Vormoderne prägten. Dabei geht es weniger um das einzelne, prächtige Artefakt als um seinen ‚Sitz im Leben‘, sein Verhältnis zu anderen Überlieferungsformen, seine Rolle in der religiösen, sozialen und intellektuellen Kultur. 

Dieser interdisziplinäre Sammelband umfasst Beiträge aus der Geschichts- und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Restauratorenkunde, Patristik und Judaistik sowie Amerikanistik – von der Spätantike über das Mittelalter bis in die Frühneuzeit. Gerichtet ist er sowohl an ein Fachpublikum als auch an Studierende und Interessierte, für die in jedem Beitrag einführende Erläuterungen bereitstehen.

2. Workshop des IZMF-Nachwuchsnetzwerks am 1. Dezember 2017

Am Freitag, 1. 12. 2017 findet von 10.00 bis 16.30 Uhr zum zweiten Mal ein Workshop des im Vorjahr gegründeten IZMF-Nachwuchsnetzwerks statt. Diesmal steht besonders das Potenzial der Digital Humanities für die Wissenschaft im Vordergrund. Interessierte Nachwuchswissenschaftler_innen, deren Forschungsgebiete sich im Bereich von Mittelalter und Frühneuzeit bewegen, sind herzlich eingeladen, sich bis 20. November per Mail an isabella.nicka(at)sbg.ac.at für die Teilnahme anzumelden!

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Ringvorlesung Wintersemester 2017/18: "Gott und Götter, Heilige und Helden - Interferenzen von biblischen und antiken Narrativen in Mittelalter und Früher Neuzeit

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Die ‚großen‘ Erzählungen der Antike und der Bibel prägen die mittelalterliche wie die frühneuzeitliche Kultur. Auf dem Gebiet von Politik, Geschichte und Geschichtsdenken ist etwa die Bedeutung der Troja- und Aeneassage für die translatio-Idee beispielgebend, die das Konzept und das Selbstverständnis des christlichen Kaisertums maßgeblich konstituiert. Ihren Niederschlag findet sie in den Genealogien, die die verschiedensten europäischen Adelsgeschlechter bis in die Neuzeit hinein an Rom oder Troja zurückbinden. Die christliche Theologie setzt sich seit ihren Anfängen mit antiker Mythologie kritisch, aber auch in aneignender Deutung auseinander. Antike Formen, namentlich die Referenz auf Vergil prägen bereits die spätantike christliche Epik. Eine komplexe und ambivalente Auseinandersetzung mit Mythologie bestimmt und befördert die mittellateinische wie die volkssprachliche Dichtung. Der interpretative Zugriff auf den Mythos, wie ihn insbesondere die Metamorphosen Ovids vermitteln, ist dabei ein wichtiges Organon, das in anderen, zum Teil neuen Formen auch in Renaissance und Humanismus, wirksam bleibt. Die Ringvorlesung setzt sich mit einschlägigen Phänomenen und Dynamiken der Transformation, der Konfrontation und der Interferenz an den Schnittstellen des Antiken mit dem Biblischen auseinander.

Das Programm ist unterdiesem Link abrufbar.

Relaunch der MHDBDB

 

Am 1. Dezember 2016 startete der Relaunch der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB). In den kommenden zwei Jahren wird die Datenbank einem Redesign und einer Migration unterzogen. Zukünftig soll noch mehr Wert gelegt werden auf offene Systemstellen und die bisher schon essenzielle Open Access-Policy weiter vorangetrieben werden (Downloadbarkeit urheberrechtlich unproblematischer Texte und großzügige Datenauszüge ebenso wie eine öffentlich zugängliche IT-Dokumentation).
Die vorhandenen Texte werden in das XML-TEI-Format konvertiert. TEI (Text Encoding Initiative) stellt heute einen de facto-Standard in den Geisteswissenschaften dar und wird zur Kodierung und Auszeichnung von Texten verwendet.

Weiters wird die Oberfläche komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand der Technik und Usability gebracht. So kann die MHDBDB danach auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones genutzt werden.
Eine neue Abfragesprache wird komplexe Recherchen ermöglichen, ebenso die Verknüpfung mit externen Datenquellen (z.B. des Semantic Webswie LOD) und auch den Export der Daten in die unterschiedlichsten Formate wie z.B. PDF, TEI, LaTeX, XLS oder Graphen (zur weiteren Verarbeitung z.B. mit Gephi). 

Neue Tools, die dabei entstehen sollen, sind u.a.: Synonym-, Komposita- und Reimwörterbücher des Mittelhochdeutschen, die Abfrage eines autor- und textspezifischen Wortschatzes (Hapaxlegomena), Visualisierungsanwendungen, eine NutzerInnen-spezifische Oberfläche mit Speichermöglichkeit („myMHDBDB“), sowie ein automatischer Disambiguierer, der Mehrdeutigkeit von Wörtern auflösen können wird. Zudem wird das Begriffssystem der MHDBDB auf der Basis von Ontologien überarbeitet. Dabei werden die (meisten) bestehenden hierarchischen Relationen der Categories (Begriffsfelder) beibehalten, jedoch um zahlreiche weitere (Poly-)Hierarchien sowie standardisierte Tags erweitert und außerdem ein Netzwerk von Äquivalenzrelationen über den Wortbestand gelegt, vergleichbar mit dem nhd. Wortmaterial im lexikalisch-semantischen Netz von GermaNet. Assoziationsrelationen, die an die Vorgehensweise bekannter Onlineshops erinnern („Kunden, die sich für dieses Buch interessierten, kauften auch…“), sind ebenfalls in Arbeit. 

Vom Institut für Literaturwissenschaft sowie dem Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung an der Universität Stuttgart konnte bereits auf Basis der Texte und des Wortindexes der MHDBDB eine Trainingsdatei für einen Tree-Tagger erstellt werden. Das Trainingskorpus enthält etwa 10 Millionen tokens und repräsentiert unterschiedliche Gattungen, Epochen und Dialekte. Dieser Tree-Tagger ist nun Basis für die weitere Entwicklung des automatischen Disambiguierers der MHDBDB im Zuge des Relaunches. Details s. http://www.ims.uni-stuttgart.de/forschung/ressourcen/werkzeuge/PoS_Tag_MHG.html (Koordination Stuttgart: Prof.Dr. Manuel Braun und Dr. Nils Reiter) 

Der Relaunch der MHDBDB erfolgt unter der Leitung von: Daniel Schlager (MHDBDB-Team Salzburg). Fragen zum Relaunch können Sie direkt stellen an Daniel.schlager(at)sbg.ac.at 

Wir halten Sie über den Fortschritt auf dem Laufenden.

Studienergänzung und Studienschwerpunkt "Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und früher Neuzeit"

Studienergänzung/-schwerpunkt

Seit dem Wintersemester 2014/15 ist es interessierten Studierenden möglich, LVen verschiedener Fachbereiche, die in Zusammenhang mit Mittelalter und Früher Neuzeit stehen, zu einer Studienergänzung oder einem Studienschwerpunkt zu bündeln.

Weitere Informationen erhalten Sie unter diesem Link:Studienergänzung/Studienschwerpunkt

  • News
    Am 24. Januar ist österreichweit der "Tag der Elementarbildung" und vielerorts machen Initiativen auf sich aufmerksam.
    Bekenntnis zu Väterkarenz: Uni Salzburg nimmt teil am österreichweiten Aktionstag von UniKid-UniCare. Vier Väter zeichnen im Kurzfilm „Papa mit Kind zu Hause?“ ein Stimmungsbild und geben Einblick in persönliche Erfahrungen.
    Das Team des Kooperationsschwerpunktes Wissenschaft und Kunst an der Universität Salzburg und am Mozarteum lädt zu den beiden Veranstaltungen ein.
    "Der Weg aus der Armut ist der Schulweg." Die Universitätsbibliothek Salzburg unterstützt ein Schulprojekt von EcoHimal in Nepal.
    Der Vortrag verfolgt die Rezeption konfuzianischen Denkens in der klassischen deutschen Philosophie von Leibniz und Wolff über Herder zu Hegel und Schelling.
    Die Anglistikprofessorin Simone Pfenninger von der Universität Salzburg hat in ihrer Langzeitstudie gezeigt, dass ein früher Fremdsprachenunterricht - so wie er derzeit in Europa durchgeführt wird - kaum Vorteile bringt. Für ihre Forschungen über die Rolle des Alters zu Lernbeginn einer Fremdsprache wird Pfenninger nun mit dem renommierten Preis der Conrad-Ferdinand-Meyer-Stiftung ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 19. Jänner 2018 in Zürich statt. Die Preissumme beträgt 20.000 Franken.
    Anfang Dezember wurde die Preisgeldurkunde über 3000 Euro an Dr. Göttig zugestellt, mit denen der Promotion Prize Award dotiert ist. Der Preis wurde für langjährige erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der medizinisch und biochemisch wichtigen Gewebekallikreine (KLK-Proteasen) des Menschen verliehen.
    Stefanie Manhart und Martin Happ wurden kürzlich mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgezeichnet. Prämiert wurden die besten Diplom- und Masterarbeiten des Studienjahres 2016/17.
  • Veranstaltungen
  • 23.01.18 Elisa Tizzoni PhD - The breakthrough of tourism in a rurbanised area: territorial change and conflicts in Val di Magra (1945-1975).
    24.01.18 "Go International" - Praktikum im Ausland
    25.01.18 Some applications of number theory
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